Glossar

Videografie-Glossar

11. September 20265 Min. Lesezeit

Videoproduktion hat ihre eigene Sprache, und es ist leicht, in einem Briefing einfach zu nicken, ohne wirklich zu wissen, was "B-Roll" oder "ein Jump Cut" bedeutet. Dieses Glossar erklärt die Videografie-Begriffe, die beim Planen, Drehen oder Bewerten von Social-Video-Content auftauchen.

A

Ansteckmikrofon (Lavalier)

Winziges Mikrofon, das am Hemd befestigt wird.

BeispielEiner CEO-Krawatte ein Mikro anstecken für klaren Interviewton.

💡 Schlechte Tonqualität lässt Menschen ein Video schneller wegklicken als schlechte Bildqualität.

Auflösung

Anzahl der Pixel in einem Video, die die Schärfe bestimmt.

BeispielIn 4K für maximale Klarheit filmen.

💡 4K hat viermal so viele Pixel wie das Standard-1080p Full HD.

B

B-Roll

Zusätzliches Filmmaterial, das mit der Hauptaufnahme geschnitten wird.

BeispielHände beim Tippen zeigen, während ein Voiceover über die Arbeit spricht.

💡 A-Roll war früher der Hauptinterviewfilm, "B-Roll" der Filmstreifen der zweiten Kamera.

Bitrate

Die Menge an Daten, die pro Sekunde in einem Video verarbeitet wird.

BeispielMit hoher Bitrate exportieren, damit das Video nicht verpixelt wirkt.

💡 Hohe Bitrate bedeutet hohe Qualität, aber auch riesige Dateigrößen.

C

Color Grading

Die Farben eines Videos für eine bestimmte filmische Stimmung anpassen.

BeispielEine Szene blau und kühl wirken lassen, um eine traurige Stimmung zu erzeugen.

💡 Blockbuster-Filme verbringen Monate allein mit dem Color-Grading-Prozess.

D

Drehplan (Shot List)

Checkliste mit genau den Aufnahmen, die eingefangen werden müssen.

Beispiel1. Totale des Gebäudes, 2. Nahaufnahme des Schilds.

💡 Sie verhindert das gefürchtete "Ich habe vergessen, das zu filmen!" im Schnittraum.

E

Export-Einstellungen

Finale Entscheidungen (Auflösung/Format) beim Speichern eines Videos.

BeispielEin MP4 in 1080p für Social Media exportieren.

💡 Wird in einem Format exportiert, das Social-Apps nicht mögen, ruinieren sie die Videoqualität durch Kompression.

F

Framerate (FPS)

Die Häufigkeit, mit der aufeinanderfolgende Bilder pro Sekunde erscheinen.

BeispielMit 30fps für ein Standard-Social-Media-Video filmen.

💡 24fps ist der Kinostandard, weil es der menschlichen Bewegungswahrnehmung entspricht.

G

Gimbal

Ein motorisiertes Gerät, das eine Kamera perfekt stabil hält.

BeispielEinen DJI Osmo nutzen, um beim Laufen ruhiges Filmmaterial zu bekommen.

💡 Gimbals nutzen Luft- und Raumfahrttechnologie (Gyroskope), die ursprünglich für Raketen entwickelt wurde.

J

Jump Cut

Abrupter Schnitt zwischen zwei Einstellungen desselben Motivs.

BeispielDie "Ähms" und "Öhms" aus einem gesprochenen Video herausschneiden.

💡 Ursprünglich als Fehler im Film angesehen, sind Jump Cuts heute der Tempo-Standard auf YouTube.

K

Kamerafahrt (Tracking Shot)

Die Kamera durch den Raum bewegen, um einem Motiv zu folgen.

BeispielRückwärtsgehen, während man eine auf einen zukommende Person filmt.

💡 Sie zieht den Betrachter hinein und lässt ihn fühlen, als würde er mit dem Motiv mitgehen.

Keyframe

Ein Marker, der Software anweist, einen Parameter über die Zeit zu ändern.

BeispielKeyframes nutzen, um digital langsam in ein Video hineinzuzoomen.

💡 Keyframing ist das Grundkonzept jeder digitalen Animation.

Kontinuität (Continuity)

Konsistenz von Einstellung zu Einstellung.

BeispielSicherstellen, dass eine Kaffeetasse nach dem Schnitt in derselben Hand bleibt.

💡 Script Supervisors am Filmset existieren einzig, um auf Kontinuitätsfehler zu achten.

L

Loop

Ein Video, das nahtlos wieder von vorne beginnt, wenn es endet.

BeispielEin 5-Sekunden-Video, dessen Ende perfekt zum Anfang passt.

💡 Perfekte Loops verleiten Algorithmen dazu, mehrere Views von einem einzigen Nutzer zu zählen.

P

Pacing

Der Rhythmus und die Geschwindigkeit, mit der ein Video abläuft.

BeispielSchnelle, kurze Schnitte einbauen, um ein Gen-Z-Publikum bei der Stange zu halten.

💡 Schnelles Pacing reduziert die Abbruchrate in den ersten 10 Sekunden.

S

Safe Zones

Bereiche des Bildschirms, die nicht von Buttons der Social-App verdeckt werden.

BeispielText zentriert halten, damit der "Like"-Button ihn nicht verdeckt.

💡 Wichtigen Text außerhalb der Safe Zone zu platzieren garantiert, dass Nutzer daran vorbeiwischen.

Schwenk & Neigung (Pan & Tilt)

Kamerabewegungen (Pan = horizontal, Tilt = vertikal).

BeispielDas Smartphone langsam durch den Raum schwenken, um das ganze Büro zu zeigen.

💡 Zu schnelles Schwenken verursacht "Rolling Shutter", wodurch gerade Linien wellig wirken.

Seitenverhältnis (Aspect Ratio)

Das proportionale Verhältnis von Breite zu Höhe.

BeispielIm Format 9:16 (vertikal) für TikTok filmen.

💡 Der Kinostandard (Breitbild) ist 16:9, aber Mobile-First hat 9:16 zur Dominanz verholfen.

Sequenz

Eine Reihe zusammenhängender Clips, die eine bestimmte Handlung zeigen.

BeispielEine Totale, eine Halbtotale und eine Nahaufnahme von jemandem, der Kaffee kocht.

💡 Gute Sequenzierung lässt ein Video wie eine professionelle Doku wirken, nicht wie ein Heimvideo.

Sounddesign

Nicht gesprochenen Ton hinzufügen (Whooshes, Musik, Ambient-Sound).

BeispielEin "Swoosh"-Geräusch hinzufügen, jedes Mal wenn Text eingeblendet wird.

💡 Gutes Sounddesign wird gefühlt, nicht bewusst gehört; es lenkt unbewusst die Emotion des Betrachters.

Stabilisierung

Unerwünschtes Kamerawackeln entfernen.

BeispielSoftware nutzen, um ein wackliges Gehvideo zu glätten.

💡 Moderne iPhones nutzen physische "Sensor-Shift"-Stabilisierung, bei der das Objektiv im Gehäuse schwebt.

Storyboard

Visuelle Skizzen geplanter Videoszenen.

BeispielStrichmännchen zeichnen, um Kamerawinkel vor einem Dreh zu planen.

💡 Walt Disney erfand das moderne Storyboard in den 1930er-Jahren.

Ü

Übergang (Transition)

Schnitttechnik, die einen Clip mit dem nächsten verbindet.

BeispielEine Abblende zu Schwarz zwischen zwei Szenen verwenden.

💡 Auf TikTok sind physische Übergänge (die Hand vor das Objektiv halten) extrem beliebt.

U

Untertitel

Text im Bild, der die gesprochenen Worte transkribiert.

BeispielEinblendbaren Text zu einem Talking-Head-Video hinzufügen.

💡 85 % der Facebook-Videos werden ohne Ton angeschaut.

V

Voiceover (VO)

Über B-Roll-Material gesprochener Ton.

BeispielSich selbst über das Event sprechend aufnehmen, unterlegt mit Clips davon.

💡 Voiceover ist der effektivste Weg, aus zufälligen Clips eine zusammenhängende Geschichte zu machen.

W

Weitwinkel

Ein Objektiv, das ein sehr weites Sichtfeld einfängt.

BeispielDas 0.5x-Objektiv am iPhone nutzen, um ein ganzes Stadion zu zeigen.

💡 Weitwinkel verzerren die Ränder und lassen Dinge weiter entfernt wirken, als sie sind.

Z

Zeitlupe (Slow Motion, Slo-Mo)

Mit hoher Framerate filmen und in normaler Geschwindigkeit abspielen.

BeispielMit 120fps filmen, damit ein Hund, der eine Frisbee fängt, episch wirkt.

💡 Für gute Zeitlupenaufnahmen braucht man extrem helles Licht.

Zeitraffer (Time-lapse)

Bilder in langsamen Abständen aufnehmen, um Zeit zu beschleunigen.

BeispielAlle 10 Sekunden ein Foto machen, um einen Sonnenuntergang in 5 Sekunden zu zeigen.

💡 Ein 10-sekündiger Zeitraffer mit 30fps benötigt 300 Einzelfotos.

Zoom (Optisch/Digital)

Ein Motiv näher erscheinen lassen.

BeispielOptischen Zoom für eine hochwertige Nahaufnahme nutzen.

💡 Digitaler Zoom verschlechtert die Videoqualität; optischer Zoom bewahrt sie vollständig.

Bereit, Momente automatisch in Content zu verwandeln?

sharey zeigt deinem Team, deinen Partnern und Kund:innen, was sie festhalten sollen, und erstellt und plant daraus markenkonforme Posts aus den rohen Uploads.

Oder eine Demo buchen und sieh es dir live an.