Glossar
Fotografie-Glossar
Du musst nicht selbst Fotograf werden, um einen zu briefen oder zu erkennen, warum ein Foto nicht funktioniert. Dieses Glossar deckt das Kernvokabular der Fotografie ab – Kameraeinstellungen, Bildkomposition und Lichtkonzepte – damit du präziseres Feedback geben und klarere Anweisungen an alle geben kannst, die Content für deine Marke einfangen.
Blende (Aperture)
Die Öffnung im Objektiv, durch die Licht einfällt.
Beispiel: Die Blende auf f/1.8 stellen, um einen unscharfen Hintergrund zu erzeugen.
Fun Fact: Sie funktioniert genau wie die Pupille des menschlichen Auges, die sich weitet und verengt.
Hintergrund
Alles, was sich hinter dem Hauptmotiv befindet.
Beispiel: Einen störenden Mülleimer aus dem Hintergrund entfernen.
Fun Fact: Ein ablenkender Hintergrund ist der häufigste Fehler von Hobbyfotografen.
Bokeh
Die angenehme Qualität von unscharfer Unschärfe im Hintergrund.
Beispiel: Die verschwommenen, leuchtenden Straßenlaternen hinter einem Porträt.
Fun Fact: Das Wort stammt vom japanischen Wort "boke", was "Unschärfe" oder "Dunst" bedeutet.
Serienbildmodus (Burst Mode)
Viele Fotos in schneller Abfolge aufnehmen.
Beispiel: Den Auslöser gedrückt halten, während ein Motiv in die Luft springt.
Fun Fact: Moderne Smartphones können im Serienbildmodus 10-30 Fotos pro Sekunde aufnehmen.
Farbpalette / Farbtemperatur
Die allgemeine Wärme (Orange) oder Kühle (Blau) eines Bildes.
Beispiel: Eine warme Palette verwenden, damit ein Café gemütlich wirkt.
Fun Fact: Warme Farben regen das Gehirn körperlich an, kühle Farben wirken beruhigend.
Komposition
Die Anordnung der visuellen Elemente im Bild.
Beispiel: Das Motiv rechts platzieren, ausbalanciert durch einen Baum links.
Fun Fact: Gute Komposition kann das Auge wie beim Lesen durch das Bild führen.
Kontrast
Der visuelle Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen.
Beispiel: Eine schwarze Silhouette einer Person vor einem hellen, weißen Himmel.
Fun Fact: Kontrastreiche Bilder werden vom Gehirn deutlich schneller verarbeitet.
Schärfentiefe (Depth of Field, DoF)
Der Bereich in einem Foto, der komplett scharf erscheint.
Beispiel: Geringe Schärfentiefe hält nur das Gesicht scharf; große Schärfentiefe hält die gesamte Landschaft scharf.
Fun Fact: Makrofotografie erzeugt naturgemäß eine extrem geringe Schärfentiefe.
Belichtung (Exposure)
Die Gesamtmenge an Licht, die ein Foto einfängt.
Beispiel: Ein Foto aufhellen, weil der Raum zu dunkel war.
Fun Fact: Das erste dauerhafte Foto der Geschichte brauchte 8 Stunden Belichtungszeit!
Belichtungsdreieck
Die Balance aus Blende, Verschlusszeit und ISO.
Beispiel: Die ISO anpassen, um eine kurze Verschlusszeit auszugleichen.
Fun Fact: Dieses Dreieck zu beherrschen ist der Einstieg in die professionelle manuelle Fotografie.
Fokus
Das Objektiv so einstellen, dass das Motiv scharf ist.
Beispiel: Auf dem Smartphone-Display auf das Gesicht einer Person tippen, um darauf zu fokussieren.
Fun Fact: Unscharfe Bilder lassen sich in der Nachbearbeitung nicht wirklich reparieren.
Vordergrund
Der Teil des Bildes, der der Kamera am nächsten ist.
Beispiel: Ein Blatt nah am Objektiv platzieren, während ein Porträt aufgenommen wird.
Fun Fact: Vordergrundelemente erzeugen eine 3D-Illusion auf einem 2D-Foto.
Framing (Bildrahmung)
Elemente der Szene nutzen, um einen Rahmen um das Motiv zu schaffen.
Beispiel: Eine Person durch einen Türrahmen hindurch fotografieren.
Fun Fact: Natürliche Bildrahmung lenkt den Blick des Betrachters direkt auf das zentrale Motiv.
Golden Hour
Die Stunde nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang.
Beispiel: Team-Porträts um 18 Uhr für weiches, warmes Licht aufnehmen.
Fun Fact: Das Licht der Golden Hour legt einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurück, was es wunderschön diffus macht.
HDR (High Dynamic Range)
Mehrere Fotos kombinieren, um perfekte Schatten und Lichter zu erzielen.
Beispiel: Ein Foto eines dunklen Raums mit hellem Fenster aufnehmen.
Fun Fact: Die meisten modernen Smartphones fotografieren automatisch in HDR, ohne dass du es merkst.
ISO
Eine Einstellung, die ein Foto digital heller oder dunkler macht.
Beispiel: Die ISO für Nachtaufnahmen hochdrehen.
Fun Fact: ISO steht für International Organization for Standardization.
JPEG
Das gängige, komprimierte Bilddateiformat.
Beispiel: Ein Foto in der Kamerarolle speichern.
Fun Fact: JPEG steht für Joint Photographic Experts Group, entstanden 1992.
Führungslinien (Leading Lines)
Natürliche Linien, die den Blick zum Motiv lenken.
Beispiel: Eine lange Straße nutzen, die auf einen fernen Berg zeigt.
Fun Fact: Das menschliche Auge ist psychologisch darauf programmiert, durchgängigen Linien zu folgen.
Makrofotografie
Extreme Nahaufnahmen von kleinen Motiven.
Beispiel: Ein detailliertes Foto der Textur eines neuen Produkts.
Fun Fact: Echte Makroobjektive können Details einfangen, die für das bloße Auge unsichtbar sind.
Negativraum
Der leere Raum rund um das Hauptmotiv.
Beispiel: Eine winzige Person, die am unteren Rand eines riesigen, leeren Himmels läuft.
Fun Fact: Negativraum verleiht einem Foto ein hochwertiges, minimalistisches Gefühl.
Rauschen / Korn (Noise / Grain)
Fleckige, statische Textur in Fotos bei schwachem Licht.
Beispiel: Die unscharfen Punkte, die man bei Fotos im Dunkeln sieht.
Fun Fact: Während digitales Rauschen meist unerwünscht ist, wird Filmkorn manchmal bewusst als ästhetischer Effekt hinzugefügt.
Überbelichtung
Zu viel Licht, das zu ausgewaschenen, weißen Bildern führt.
Beispiel: Ein Himmel, der komplett weiß statt blau wirkt.
Fun Fact: Details, die in reinem Weiß verloren gehen, lassen sich in der Bearbeitung nicht wiederherstellen.
Point of View (POV)
Der Winkel oder die Perspektive, aus der ein Foto aufgenommen wird.
Beispiel: Vom Boden aus nach oben fotografieren, damit jemand mächtig wirkt.
Fun Fact: POV verändert unbewusst, wie der Betrachter das Motiv beurteilt.
Porträtmodus
Software, die den Hintergrund künstlich unscharf macht.
Beispiel: Die iPhone-Funktion nutzen, damit ein normales Foto professionell wirkt.
Fun Fact: Sie nutzt Tiefenmessung per Laser/Kamera am Smartphone, um das Motiv vom Hintergrund zu trennen.
RAW
Eine unkomprimierte Datei, die alle Sensordaten erfasst.
Beispiel: In RAW fotografieren, um später in Lightroom Schatten wiederherzustellen.
Fun Fact: RAW-Dateien sind oft 4- bis 5-mal größer als JPEG-Dateien.
Drittel-Regel (Rule of Thirds)
Das Bild in ein 3x3-Raster für eine ausgewogene Komposition unterteilen.
Beispiel: Die Augen einer Person auf die obere Drittel-Linie des Fotos setzen.
Fun Fact: Diese Regel wird in fast jedem großen Hollywoodfilm angewendet.
Verschlusszeit (Shutter Speed)
Wie lange der Kameraverschluss geöffnet bleibt.
Beispiel: 1/1000 Sekunde nutzen, um einen Läufer in Bewegung einzufrieren.
Fun Fact: Lange Verschlusszeiten (z. B. 30 Sekunden) können raue Wellen glatt wie Glas erscheinen lassen.
Symmetrie
Wenn sich die Hälften eines Bildes spiegeln.
Beispiel: Ein perfekt zentriertes Foto einen langen Flur hinunter aufnehmen.
Fun Fact: Menschen empfinden Symmetrie als von Natur aus schön, weil sie Ordnung in der Natur repräsentiert.
Unterbelichtung
Zu wenig Licht, was zu einem dunklen, matschigen Bild führt.
Beispiel: Ein Foto drinnen bei ausgeschaltetem Licht aufnehmen.
Fun Fact: Unterbelichtete Bilder lassen sich in der Bearbeitung oft besser retten als überbelichtete.
Weißabgleich
Farben so anpassen, dass sie natürlich/neutral wirken.
Beispiel: Ein orangestichiges Innenraumfoto so korrigieren, dass Weiß wieder rein wirkt.
Fun Fact: Unser Gehirn korrigiert den Weißabgleich im echten Leben automatisch, Kameras müssen dafür angeleitet werden.
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