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Was ist User-Generated Content (UGC)? Vorteile & Beispiele

28. August 20266 Min. Lesezeit

User-Generated Content (UGC) ist jedes Foto, Video, jede Bewertung, jedes Testimonial oder jeder Social-Media-Beitrag, der von Kund:innen, Nutzer:innen oder Community-Mitgliedern erstellt wird – nicht von deiner Marke selbst. Er kann organisch entstehen oder aus einer gezielten Anfrage hervorgehen, und du kannst ihn mit Zustimmung der Ersteller:innen erneut veröffentlichen, um Vertrauen aufzubauen und authentisches Marketingmaterial zu gewinnen.

Warum User-Generated Content wichtig ist

Dein Publikum erwartet, dass Marken poliert von sich selbst sprechen. Wenn eine Kundin oder ein Kunde dein Produkt in einer echten Küche, Werkstatt, einem Fitnessstudio oder Hotelzimmer zeigt, hat das ein anderes Gewicht – weil die Umgebung und die Erfahrung dieser Person gehören.

UGC liefert dir Beweise statt eines weiteren Werbeversprechens. Er kann zeigen, wie ein Produkt passt, wie Menschen es nutzen, welche Ergebnisse sie erzielen und welche Details ihnen wichtig genug sind, um sie ganz ohne Zutun eines Werbetexters zu erwähnen.

Außerdem erweitert er deinen Content-Nachschub. Ein einziges Produkt-Shooting liefert vielleicht 20 sorgfältig kontrollierte Assets. Ein strukturiertes UGC-Programm kann dagegen jeden Monat Dutzende unterschiedliche Perspektiven liefern, jede davon verknüpft mit einer echten Kundin, einem echten Kunden oder einem konkreten Anwendungsfall.

Der stärkste Ansatz behandelt UGC als wiederholbaren Beschaffungs-Workflow – nicht als glückliche Hashtag-Kampagne.

Häufige Arten von UGC

User-Generated Content kann an fast jedem Punkt der Customer Journey auftauchen:

  • Kundenfotos mit einem Produkt oder an einem bestimmten Ort
  • Kurze Videos, die ein Unboxing, eine Installation, ein Ergebnis oder eine Routine zeigen
  • Schriftliche Bewertungen auf Produktseiten und Drittanbieter-Plattformen
  • Video-Testimonials und Kundeninterviews
  • Social-Media-Beiträge, die deine Marke erwähnen oder markieren
  • Fragen, Antworten, Tutorials und Produkttipps aus der Community
  • Vorher-Nachher-Vergleiche mit passendem Kontext
  • Event-Aufnahmen, die von Teilnehmenden eingereicht werden

UGC ist verwandt mit Employee-Generated Content, aber die Beziehung zur erstellenden Person unterscheidet sich. Kund:innen und Nutzer:innen erstellen UGC; Mitarbeitende erstellen Content aus dem Inneren deines Unternehmens heraus, was näher an Employee Advocacy liegt.

Drei Beispiele für User-Generated Content

GoPro macht Kundenaufnahmen zum Produktbeweis

GoPro-Kund:innen filmen von sich aus Mountainbike-Abfahrten, Surf-Sessions, Tauchgänge und andere visuell intensive Aktivitäten. Über das GoPro-Awards-Programm bietet das Unternehmen Nutzer:innen einen festen Weg, Fotos und Videos für Anerkennung und mögliche Prämien einzureichen.

Die Aufnahmen zeigen die Kamera unter Bedingungen, die eine Studiowerbung nur nachahmen kann. Ein am Helm befestigter Clip von einem schlammigen Trail zeigt gleichzeitig Bildstabilisierung, Robustheit, die Perspektive und die Begeisterung der Kundin oder des Kunden.

Starbucks gab Kund:innen einen physischen kreativen Anstoß

Beim White Cup Contest 2014 bat Starbucks seine Kund:innen, die weißen Becher zu gestalten und Fotos ihrer Designs einzureichen. Das Gewinnerdesign wurde zu einem limitierten Design für einen wiederverwendbaren Becher.

Der Anstoß funktionierte, weil er konkret und leicht verständlich war. Die Kund:innen hatten den leeren Becher bereits vor sich, und die Aussicht, ein eigenes Design produziert zu sehen, gab ihnen einen konkreten Grund zur Teilnahme.

Ein Kletterzentrum baut sechs Wochen lokalen Content auf

Nimm Summit Yard, ein fiktives Kletterzentrum mit drei Standorten. Statt Mitglieder zu bitten, „ihre Erfahrung zu teilen“, platziert das Team an der Rezeption einen QR-Code mit einer einzigen Anweisung: „Filme einen vertikalen 10-Sekunden-Clip von dem Move, mit dem du deine letzte Route geknackt hast.“

Über vier Wochenenden laden 74 Mitglieder Clips hoch. 51 davon stimmen der Nutzung für Marketingzwecke zu – genug Material für 18 Mitglieder-Spotlights, mehrere Rückblicke auf neu geschraubte Routen und einen sechswöchigen Social-Media-Plan. Der Anstoß funktioniert, weil er Motiv, Format, Länge und den festzuhaltenden Moment klar benennt.

Die Vorteile von UGC

Er macht deine Aussagen glaubwürdiger

Eine Marke kann behaupten, ihr Koffer übersteht grobe Behandlung. Ein zerkratzter Koffer, der nach einer Reise durch 12 Länder aus dem Flughafen rollt, zeigt diese Behauptung im echten Kontext.

Diese Glaubwürdigkeit entsteht durch Konkretheit. Echte Räume, Stimmen, Wetter, Fehler und persönliche Erklärungen machen es schwerer, den Content als kontrollierte Verkaufsbotschaft abzutun.

Er bringt dir mehr kreative Vielfalt

Kund:innen nutzen Produkte in Situationen, die dein Marketingteam nicht vorhersehen kann. Außerdem beschreiben sie Vorteile in ihrer eigenen Sprache und offenbaren dabei Formulierungen, Einwände und Anwendungen, die deine künftigen Briefings und Botschaften verbessern können.

Er entlastet dein internes Team

UGC macht professionelle Produktion nicht überflüssig. Er gibt deinem Social-Team aber eine zweite, häufiger verfügbare Content-Quelle für Kundengeschichten, Produktwissen, Community-Beiträge und Kampagnen-Unterstützung.

Eine gut gefüllte Bibliothek reduziert außerdem kurzfristige Anfragen nach „irgendetwas zum Posten für heute“. Dein Team kann aus freigegebenem Material auswählen, statt jeden Morgen Tags und Direktnachrichten zu durchforsten.

Er stärkt die Kundenbeteiligung

Kund:innen sichtbar zu machen, signalisiert, dass deine Community eine sichtbare Rolle in der Marke spielt. Anerkennung kann zu weiteren Einreichungen motivieren – besonders wenn du die Ersteller:innen nennst, erklärst, wo ihre Arbeit erscheinen wird, und dich nach der Veröffentlichung noch einmal meldest.

UGC im Vergleich zu Influencer- und Creator-Content

Die Beziehung der erstellenden Person zu deinem Produkt bestimmt die Kategorie. Echte Kund:innen und Nutzer:innen produzieren UGC, egal ob sie unabhängig posten oder auf deine Anfrage reagieren. Eine bezahlte Fachkraft, die ein Video im Kundenstil nachstellt, produziert dagegen Creator-Content – selbst wenn das fertige Ergebnis informell wirkt.

Bezahlung macht UGC nicht automatisch ungültig. Du kannst eine bestehende Kundin oder einen bestehenden Kunden für die Teilnahme belohnen, musst Anreize aber dort offenlegen, wo es erforderlich ist, und darfst die echte Meinung der Person nicht wegskripten.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil das Publikum schlecht reagiert, wenn sich Werbung als unabhängige Empfehlung tarnt. Kennzeichne die Beziehung korrekt und bewahre die echte Erfahrung der erstellenden Person.

So sammelst du nützlichen UGC

Vage Anfragen führen zu uneinheitlichen Ergebnissen. „Schick uns deinen Content“ zwingt Kund:innen dazu, sich selbst ein Konzept auszudenken, ein Format zu wählen, deine technischen Anforderungen zu verstehen und herauszufinden, wie sie die Datei übermitteln sollen.

Gib ihnen stattdessen eine klar umrissene Aufgabe:

  1. Wähle einen Moment zum Festhalten. Frag nach dem fertigen Rezept, der ersten Produktnutzung, der Ankunft bei einem Event, dem Ergebnis einer Installation oder einem anderen beobachtbaren Moment.
  2. Lege das Format fest. Gib Ausrichtung, ungefähre Länge und Bildausschnitt an, und ob du gesprochenen Kommentar brauchst.
  3. Gib einfache Hinweise. Empfiehl natürliches Licht, ein sauberes Objektiv, wenig Hintergrundgeräusche und einen ruhigen Bildausschnitt, ohne eine Studioproduktion zu verlangen.
  4. Mach den Upload einfach. Nutze einen direkten Einreichungsweg, statt Menschen zu bitten, große Dateien per E-Mail zu schicken oder komprimierte Videos über Social-Media-Nachrichten zu senden.
  5. Hol dir sofort die Erlaubnis ein. Erkläre, wie du die Einreichung bearbeiten, kennzeichnen, speichern und veröffentlichen darfst, bevor die Person sie hochlädt.
  6. Reagiere auf Mitwirkende. Bestätige den Eingang und teile ausgewählten Ersteller:innen mit, wann und wo ihr Content erscheint.

Setze außerdem klare Grenzen bei Qualität und Sicherheit. Lehne irreführende Behauptungen, unsicheres Verhalten, urheberrechtlich geschützte Musik, die du nicht lizenzieren kannst, und Content mit Personen ab, die der Veröffentlichung nicht zugestimmt haben.

Wie UGC mit sharey zusammenhängt

Content zu sammeln ist meist schwerer, als Ideen dafür zu entwickeln. Kund:innen vergessen, was sie filmen sollten, reichen unbrauchbare Formate ein oder lassen wertvolles Material in Direktnachrichten und privaten Kamerarollen verschwinden.

sharey gibt Mitwirkenden klare Anweisungen zum Festhalten, sammelt ihre rohen Uploads, verbessert das Material und entwirft markenkonforme Social-Media-Posts zur Prüfung und Planung. Das macht aus verstreuter Kundenbeteiligung eine organisierte Content-Pipeline. Du kannst sehen, wie sharey die Content-Sammlung begleitet, sobald du bereit bist, spontane Anfragen durch einen wiederholbaren Prozess zu ersetzen.

Fazit

Frag nach einem konkreten Kundenmoment, definiere das Format und hol dir die Nutzungserlaubnis bereits beim Upload ein. Dieser einfache Workflow liefert mehr verwendbaren UGC, als darauf zu warten, dass Menschen deine Marke von sich aus markieren.

Häufig gestellte Fragen

Wofür steht UGC?
UGC steht für User-Generated Content: Fotos, Videos, Bewertungen, Testimonials und Beiträge, die von Kund:innen, Nutzer:innen oder Community-Mitgliedern erstellt werden.
Brauchst du eine Erlaubnis, um User-Generated Content erneut zu veröffentlichen?
Ja. Eine öffentliche Markierung oder ein Hashtag ersetzt keine klare Erlaubnis. Hol dir eine Zustimmung ein, die abdeckt, wie du den Content bearbeiten, kennzeichnen, speichern und veröffentlichen möchtest.
Ist bezahlter UGC noch immer User-Generated Content?
Content von einer echten Kundin oder einem echten Kunden kann UGC bleiben, wenn du einen Anreiz bietest, sofern du die Beziehung offenlegst. Content von einer bezahlten Fachkraft ohne echte Kundenerfahrung ist dagegen Creator-Content.
Was macht eine gute UGC-Anfrage aus?
Eine gute Anfrage benennt einen konkreten Moment, der festgehalten werden soll, legt Format und Länge fest, gibt einfache Hinweise zum Filmen und bietet einen einfachen Upload-Weg mit klaren Nutzungsbedingungen.

Bereit, Momente automatisch in Content zu verwandeln?

sharey zeigt deinem Team, deinen Partnern und Kund:innen, was sie festhalten sollen, und erstellt und plant daraus markenkonforme Posts aus den rohen Uploads.

Oder eine Demo buchen und sieh es dir live an.